Dienstag, 25. April 2017

                                                      

Geschichtliches

Brandbekämpfung - in Herxheim schon eine Aufgabe seit Jahrhunderten

- Wasser wichtigstes Medium für die Brandbekämpfung.
- Schnelle Alarmierung ermöglicht rasches Eingreifen
- Mensch und Technik bestimmen den Erfolg


Die Feuerhacken, die leideren, die liederen Eimer.. die fünf meßene Waßerspritzen, zum Feuer gehörig... sollen die alte Dorfmeister alle Jahr... den newen Dorfmeistern überliefern..."

Dieser Text stammt aus der Herxheimer Dorfordnung vom Jahre 1544. Nach ihr mussten die Dorfmeister, die Verwalter des Gemeindevermögens, jedes Jahr ihren Nachfolgern die Feuerwehrgerätschaften die Feuerhaken, Leitern, die ledernen Eimer und die fünf Handspritzen aus Messing übergeben.

Schließlich bestimmte auch die Dorfordnung, dass ein jeder Zugezogene, der sich als Bürger in Herxheim niederlassen wollte, innerhalb zweier Monate einen neuen "Feuer-Eymer" der Gemeinde abzuliefern hatte. Dem entsprechend vermerkt zum Beispiel das Herxheimer Kleingerichtsprotokoll am 9. November 1684, dass der neu zugezogene Jakob Speyßer neben den 15 Gulden Einzugsgeld noch "einen newen Feuer-Eymer von Leder" zu besorgen habe.

Erstaunlich, dass Herxheim schon vor 450 Jahren über Feuerspritzen verfügte. Es waren allerdings nur etwa 70 cm lange Handspritzen, wie wir sie in etwa noch heute beim Pflanzenschutz in Kleingärten verwenden. Für Frankfurt sind sie schon 100 Jahre früher erwähnt. Die technische Entwicklung brachte bessere Feuerspritzen. Bekannt wurde im südwestdeutschen Raum die gegen Ende des 17. Jahrhunderts gebaute Straßburger Feuerspritze. Auf einem vierrädrigem Wagen montiert, bestand sie aus einem großen Wasserkasten durch ein schwenkbares Rohr drückten und durch Muskelarbeit in Bewegung gesetzt wurden. Im Jahre 1764 kaufte die Gemeinde Herxheim in Straßburg eine solche moderne Spritze für die hohe summe von 188 Gulden.

Aus der Feuerpolizei-Ordnung für die Gemeinde Herxheim vom 30. September 1854 geht hervor, " dass es bei dem ersten Feuersignal Pflicht eines jeden Einwohners ist, sogleich an den Ort, wo die Feuerwehrgerätschaften aufbewahrt sind, zu eilen, um die Feuereimer in Empfang zu nehmen und damit auf der Brandstätte zu erscheinen." Die für die Feuerwehrgerätschaften bestimmte Mannschaft hatte sogleich die Feuerspritzen, Feuerhaken und Leitern an die Brandstätte zu bringen. Zur "Mannschaft" wurden Einwohner namentlich in der Feuerpolizei-Ordnung bestimmt.

Bauvorschriften dienen der Brandverhütung. Dort, wo die Holzgasse den Klingbach erreicht, hatte die Gemeinde im Mittelalter eine eigene Ziegelei, in der hauptsächlich Dachziegel gebrannt wurden. Im Jahre 1619 verordnete der damalige Fürstbischof von Speyer, dass im Hochstift Speyer, zu dem Herxheim gehörte, nach Brandfällen nach deren Ursachen geforscht und den Geschädigten evtl. mit Bauholz oder zeitweißem Steuererlass geholfen werden solle. Die danach ausgeführten Gebäude durften aber nicht mehr mit Stroh, sondern mussten mit Ziegeln gedeckt werden. Auch der Bau der Feuerkamine wurde überwacht; ihre Reinigung vorgeschrieben. Die Herxheimer Gemeinderechnung vom Jahre 1751 weist acht Batzen Ausgaben für den Schornsteinfeger auf, der zweimal im Jahre die Kamine in den gemeindeeigenen Gebäuden zu putzen hatte.

Im Jahre 1869 wurde dem Staatsministerium des Innern eine bedenkliche Zunahme der Brandfälle bekannt. Deshalb wurden die Polizeibehörden angewiesen, innerhalb ihrer Zuständigkeit auf die Verminderung der Ursachen, der Entstehung von Feuersbrünsten hinzuwirken. Zu diesem Zweck erschien dem Ministerium vorzugsweise die strenge Handhabung der Bau- und Feuerpolizei insbesondere der umsichtige Vollzug der hinsichtlich der Feuerbeschau bestehenden Vorschriften geboten. Das Ministerium stellte in seinen Ausführungen vom 24. September 1869 fest, dass sich die Freiwilligen Feuerwehren, wenn sie gut organisiert und tüchtig eingeübt waren, bisher überall, wo sie bei der Löschung von Feuersbrünsten tätig waren, auf das rühmlichste bewährt hätten. Die Distriktspolizeibehörden wurden deshalb angewiesen, "die Gründung Freiwilliger Feuerwehren zu fördern und deren gedeihliche Entwicklung auf jede zulässige Weise zu unterstützen."


Wasser - wichtigstes Medium für die Brandbekämpfung 

Die Anlegung des ehemaligen Dorfbächels in den Jahren 1536/38 ist in engen Zusammenhang mit der Brandbekämpfung zu bringen. Mit Sicherheit wurde das Wasser des Insheimer Quodbaches auch deshalb durch die Herxheimer Hauptstraße geleitet, damit bei Bränden das Wasser nicht ausschließlich vom weiter entfernten Klingbach herangeholt werden musste. Nachweislich wurden verschiedene Bewohner der Narrenberggasse (heute: Ave-Maria-Straße) im Jahre 1891 angewiesen, im Brandfalle sich schleunigst nach der Neumühle zu begeben um den Zufluss des Klingbachwassers in den Dorfbach mittels Öffnen der dort eigens angebrachten Schleuse zu bewerkstelligen. Zur Stauung des Dorfbaches wurden für neun verschiedene Stellen Stellbretter beschafft, welche den nächstwohnenden Bürgern zur Aufbewahrung übergeben wurden und deren Vorhandensein von Zeit zu Zeit durch den Feuerwehrkommandanten kontrolliert wurde.

Bei einem Brande im nördlichen Teil der Gemeinde waren außer den von der Feuerwehr verpflichteten Wasserführern sämtliche Pferdefuhrwerksbesitzer der Gemeinde verpflichtet, Wasser zur Brandstelle zu fahren. Mit der Einführung der Wasserleitung in den Jahren 1928/29 wurden nach und nach sämtliche Ortsteile von dem gemeindlichen Wasserwerk (Zweckverband der Impflinger Wasserversorgungsgruppe) versorgt. Im Jahre 1950 waren rund 115 Hydranten angebracht. Im Brandfalle war die Leitung des Wasserwerkes sofort zu unterrichten, damit für größere Wasserförderung gesorgt würde; notfalls wurden einzelne Ortsteile durch Schließen von Schiebern abgeschaltet. Gegenwärtig kann die Feuerwehr auf mehr als die dreifache Zahl von Hydranten zurückgreifen. Der Wasservorrat im Wasserbehälter am "Wasserturm" beträgt 1700 cbm. Darüber hinaus ist eine verstärkte Wasserzufuhr aus den Wassergewinnungsanlagen Waldhambach/Waldrohrbach sowie den Brunnen in Hayna und aus Richtung Herxheimweyher von der "Germersheimer Südgruppe" möglich. Die Wasserversorgung im Brandfalle ist mittlerweile in ein komplettes System eingebettet, wodurch nur noch selten offene Gewässer benutzt werden müssen.

Schon ehe der Anschluss an die Hydranten hergestellt ist, kann die Feuerwehr mit der Brandbekämpfung beginnen, da die heute vorhandenen Tanklöschfahrzeuge einen Wasservorrat von ca. 2.400 l haben, die sofort zur Verfügung stehen.

Gleichwohl gilt auch heute noch, dass bei größeren Bränden das Wasserwerk von der Feuerwehr verständigt wird, um das so wichtige Löschmittel in den notwendigen mengen zu erhalten. Neben Pulver, Schaum oder Kohlendioxid wird Wasser auch weiterhin das wichtigste Löschmittel bleiben.


Schnelle Alarmierung ermöglicht rasches Eingreifen

"Jeder Einwohner, der zuerst den Ausbruch eines Brandes gewahr wird, ist verpflichtet, sogleich durch den Ruf "Feuer" mit Bezeichnung des Ortes, wo es brennt, durch die Ortsstraßen zu eilen und zugleich dem Ortsvorstande die Anzeige zu machen, damit in möglichster Eile für das Läuten der Sturmglocke gesorgt werden kann."

So bestimmte es die Feuerpolizei-Ordnung aus dem Jahre 1854. Damit bei einem ausbrechenden Brande die Feuerwehrmitglieder, welche "gewiß im Felde tätig sind", auch rechtzeitig davon benachrichtigt werden, wurden im Jahre 1891 einige Sturmläuter aus der Mannschaft aufgestellt, welche in der Nähe der Kirche wohnten. Diesen wurde zur Pflicht gemacht, im Brandfalle schleunigst und zum Zeichen, dass es "Sturm" bedeutet, möglichst unregelmäßig und in kurzen Zwischengeläuten sämtliche Glocken zu läuten. Das Sturmläuten musste so lange fortgesetzt werden, bis der Auftrag zum Aufhören erteilt wurde.

Bei einem Brand am 5. Dezember 1902 im Warenmagazin des Kaufmannes Ferdinand Geiger waren in Folge nicht genügender Alarmierung nur etwa 100 Mann der hiesigen Feuerwehr auf dem Brandplatz erschienen. Die Signalisten, die zur Verantwortung gezogen wurden, erklärten, dass ihre Signalhörner der großen Kälte wegen keinen richtigen Ton von sich gaben. Deshalb bildete man, um künftig den Alarm wirksamer und allgemeiner zu gestalten eine besondere Sturmläuter-Abteilung.

Am 19.10.1937 wurde auf de ehemaligen Schulhaus die erste Alarmsirene installiert. Sie war ausgestattet für eine Alarmierung zu normalen Bränden oder Hilfeleistungen mit auf- und absteigenden Heultönen von einer Minute Dauer sowie für die Alarmierung zu Waldbränden durch drei gleichmäßige Heultöne von je 30 Sekunden Dauer mit je 10 Sekunden Unterbrechung.

Während des 2. Weltkrieges diente die Sirene insbesondere der Warnung der Bevölkerung vor Luftangriffen. Aus diesem Grunde wurde bei Bränden auf das Läuten der Sturmglocke und die Hornisten zurückgegriffen.

Weitere Sirenen wurden erst in den 60er Jahren installiert. Die Auslösung erfolgte über die in unmittelbarer Nähe angebrachten Feuermelder. Anfangs der 70er Jahre wurde eine Anlage installiert, die es ermöglichte, dass bei Auslösung einer Sirene sämtliche Sirenen im Ort aufheulten.

Die Weiterentwicklung der Alarmierung der Feuerwehr vollzieht sich ab dieser zeit in wesentlich kürzeren Schritten. Denn bereits Mitte der 70er Jahre konnten die Sirenen zusätzlich von der Polizei über Funk ausgelöst werden. Seit der Einführung der sog. "Stillen Alarmierung" in Herxheim im Jahre 1979 durch Funkmeldeempfänger, die kaum größer sind als eine Zigarettenschachtel, erfolgt die Alarmierung nur noch höchst selten, insbesondere bei größeren Schadensereignissen, über die Sirenen.

Gegenüber den Sirenen haben die Funkmeldeempfänger folgende Vorteile:

  • Die Alarmierung kann über jeden Fernsprechanschluss durch Anruf bei der Polizei erfolgen (siehe hierzu auch: Alarmierungsweg der Feuerwehr Herxheim)
  • Unmittelbar bei der Alarmierung erhalten die Einsatzkräfte bereits erste Hinweise über die Einsatzart durch entsprechende Durchsagen, die empfangen werden können
  • Bei kleineren Einsätzen wird nicht die gesamte Wehr alarmiert, da die Gesamtzahl der Geräte in verschiedene "Schleifen" unterteilt ist 
  • Die Alarmierung vollzieht sich "im stillen", ohne die Bevölkerung zu belästigen

Tag und Nacht sind die Feuerwehrmänner über ihre Funkmeldeempfänger auch in der näheren Umgebung erreichbar. Bis ein Fahrzeug die Einsatzstelle anfährt, vergehen oft weniger als vier Minuten.

Mensch und Technik bestimmen den Erfolg

Aus einer Erhebung im Kanton Landau aus dem Jahre 1855 geht hervor, dass Herxheim damals über zwei Spritzen aus dem Jahre 1828 und 1854 verfügte, außerdem über zwei Handspritzen, 250 Eimer, 2 Leitern und 2 Haken.

Im Jahre 1891 besaß die Feuerwehr einen Hydrophor (auf einem vierrädrigen Wagen montiert, bestand er aus einem großen Wasserkasten mit 2 Pumpzylindern), zu dessen Bedienung 40 Mann eingeteilt waren. Jährlich fanden zwei Hauptübungen und nach Bedarf Nebenübungen statt, meist sonntags, "wo niemand leicht durch eine andere Tätigkeit verhindert war", bliesen die Hornisten um 6 Uhr frühmorgens zur Übung. Im Jahr 1912 erhielt die Gemeinde Herxheim aus dem Fonds für Feuerwehrzwecke einen Zuschuss von 60 RM. Der angelegte Fonds für einen zweiten Hydrophor hatte dadurch den Betrag von 789,66 Mark erreicht. Da die Gemeinde Annweiler zwei gebrauchte Hydrophoren zu verkaufen hatte, wurde eine Abordnung der Feuerwehr zur Besichtigung nach Annweiler geschickt. Die Gemeinde erwarb den fast noch neuen Hydrophor mit einem Zylinderdurchmesser von 20 cm für 900 Reichsmark.

Am 5. Mai 1928 war bei dem Anwesen Georg Kerner, Untere Hauptstrasse 70, ein Feuer ausgebrochen und hatte sich sofort auf die angrenzenden Anwesen Kuntz und Adam ausgebreitet. Durch den starken Nordostwind und das dadurch bedingte starke Flugfeuer war eine Weiterverbreitung des Feuers zu befürchten, und deshalb wurde die Motorspritze von Landau alarmiert. Dies war wohl Anlass für die Gemeinde über die Anschaffung einer eigenen Motorspritze nachzudenken. Kommandant Zotz konnte am 17.11.1928 dem Verwaltungsrat der Feuerwehr bekannt geben, dass der Gemeinderat die Anschaffung einer Motorspritze beschlossen habe. In Frage kam eine Lafetten-Motorspritze, System Balcke. Relativ schnell, nämlich am 3. März 1929, ging ein langgehegter Wunsch der Feuerwehr in Erfüllung, denn die von der Gemeinde angekaufte Motorspritze war eingetroffen. Ein Hydrophor wurde auf Vorschlag des Kommandanten für 625 Mark verkauft. Allgemein begrüßt wurde auch die Anschaffung einer fahrbaren Leiter und eines Hydrantenwagens durch die Gemeinde im Jahre 1931.

Während die Motorspritze noch in einem Anhänger untergebracht war, der zur Brandstelle gefahren werden musste, hatte die Gemeinde Herxheim im Jahre 1943 von der Firma Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Ulm, ein Löschfahrzeug 8-LF8- zum preis von 10076 Reichsmark erworben. Das Fahrzeug wurde jedoch im März 1945 von unbekannten Tätern entwendet. Aufgrund von Nachforschungen konnte zwar das Verbleiben des Fahrzeuges ausfindig gemacht werden. Der neue Eigentümer verweigerte jedoch die Herausgabe des Fahrzeuges, weil er es nach seiner Meinung rechtmäßig erworben hatte. Doch ergab sich, dass das Fahrzeug wegen bisheriger Überbeanspruchung beim Eigentumswechsel nur noch einen Wert von 375 Reichsmark hatte. Von einer Herausgabeklage hat die Gemeinde daher abgesehen.

Im Verlauf der Besetzung der Gemeinde durch alliierte Truppen war auch das Feuerwehrgerätehaus beschlagnahmt worden. Nach seiner Freigabe war der größte teil der Einrichtungsgegenstände und insbesondere das Ausrüstungsgerät für die Wehr nicht mehr vorhanden. Nach der Währungsumstellung wurde der dringendste Bedarf wie Tragkraftspritzen und Schlauchmaterial beschafft.

Obwohl die Gemeinde aufgrund eines Zuschussantrages bereits eine Zusage des Ministerium für Inneres und Wirtschaft hatte, wurde im Jahre 1951 von einer Anschaffung eines Löschfahrzeuges LF 8 abgesehen, da die Gemeinde infolge der Inangriffnahme anderer wichtiger Probleme keine Mittel zur Verfügung hatte.

Anfänglich hatte die Feuerwehr ausschließlich zur Aufgabe, gegen Feuersbrünste anzukämpfen. Zum Zwecke einer schnellen und ersten Hilfeleistung bei Unglücksfällen war 1891 bereits eine Sanitätsabteilung organisiert, die größtenteils aus gedienten Lazarettgehilfen bestand. Kurz vor der Jahrhundertwende beschloss der Verwaltungsrat der Feuerwehr Herxheim, bei der Gemeindeverwaltung die Anschaffung einer tragbare zu beantragen, nachdem eine solche als absolut notwendig angesehen wurde.

Mit der enormen technischen Entwicklung wurde das Aufgabenfeld der Feuerwehren stark erweitert. Die Feuerwehren müssen heute folgende Gefahren entgegentreten können:

  • Brandgefahren 
  • Technischen Gefahren und Gefahren durch Naturereignisse
  • Gefahren durch Gefahrstoffe 
  • Gefahren durch radioaktive Stoffe 
  • Gefahren auf und durch Gewässer

Beim Umzug aus der Unterkunft im Nebengebäude des alten Schulhauses in der Hauptstraße in das neu erbaute Feuerwehrgerätehaus an der Niederhohlstraße im Jahre 1972 besaß die Feuerwehr Herxheim ein Tanklöschfahrzeug (Baujahr 1957), ein Tragkraftspritzenfahrzeug, einen Schlauchwagen, einen Mannschaftstransportwagen (Baujahr 1969) sowie einen Unfallhilfswagen des Landkreises Landau-Bad Bergzabern (Baujahr 1966). Aus dem Jahre 1977 stammt ein weiteres Tanklöschfahrzeug. Weiter wurde für die Feuerwehr im Jahre 1981 eine Drehleiter angeschafft, die bis zu 30 m Höhe ausgefahren werden kann. Bedingt durch größere Gefahren auch für die Feuerwehrmänner wurde in Herxheim ein Fahrzeug des damaligen Landkreises Südliche Weinstraße stationiert. Dieser Gerätewagen für Atemschutzgeräte und Strahlenschutzmessgeräte ist seit 1983 in Herxheim untergestellt und dient der überörtlichen Hilfeleistung. Um insbesondere technische Hilfe bei Unfällen leisten zu können, wurde im Jahre 1987 ein Rüstwagen in Dienst gestellt, der über eine Rettungsschere mit Spreizer, Beleuchtungsgeräte, Seilwinde, Hubgeräte und sonstige Werkzeuge verfügt.

Konnte um 1880 nach Übungen oder Einsätzen ein Feuerwehrdiener die Feuerwehrlöschgeräte noch im Tagelohn in Ordnung bringen, so ist bei der Vielzahl der heute vorhandenen Fahrzeuge die feste Anstellung eines Gerätewartes notwendig geworden. Seit der Bildung der Verbandsgemeinden im Jahre 1972 ist die Verbandsgemeinde Träger der Feuerwehren. Seit dieser Zeit ist ein hauptamtlicher Gerätewart zuständig.

Wenn bis Anfang der dreißiger Jahre lediglich Führungskräfte Ausbildungskurse in Landau besuchten, wurden schon Anfang der fünfziger Jahre Feuerwehrleute an die damalige Landesfeuerwehrschule in Kirchheimbolanden entsandt. Das Aufgabenspektrum der Feuerwehr ist groß und vielseitig geworden, dass mittlerweile jeder Feuerwehrmann die von der Landesfeuerwehrschule Koblenz angebotenen Fachlehrgänge besuchen sollte, um alle an ihn gestellten Anforderungen erfüllen zu können.

Denn nur das gute ständig eingeübte Zusammenspiel von Mensch und Technik garantiert in allen Notfällen schnelle und erfolgreiche Hilfe.