Montag, 18. November 2019

                                                      

Funkmeldeempfänger

Wie wird die Feuerwehr Herxheim alarmiert?

Die etwas älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger kennen noch die Sirenen aus der Zeit der 80er und Anfang 90er Jahre. Diese sind seit vielen Jahren Vergangenheit. Auch die analogen Funkmeldeempfänger, welche über das analoge 4m-Funknetz ausgelöst wurden und bei denen eine Alarmdurchsage von der Leitstelle getätigt wurde, sind Geschichte.

Geht heute bei der Integrierten Leitstelle Landau ein Notruf über die Notrufnummer 112 ein, so wird die Feuerwehr Herxheim nur noch über digitale Meldeempfänger (DME) alarmiert. Der DME alarmiert akustisch durch einen Piepton, eine LED und durch Vibration. Gleichzeitig wird ein Text auf das Display des DME gesendet, beispielsweise: "Einsatzalarm B1.01/ Müllbrand, Herxheim, Untere Hauptstraße 1, Info: Müllbehälterbrand am Rathaus“.

Die Einsatzkräfte fahren dann unverzüglich von Ihrem Wohnhaus oder dem Arbeitsplatz in das Feuerwehrgerätehaus, um dann zum Einsatz auszurücken. In der Regel rückt das erste Fahrzeug nach ca. 3 Minuten aus.

Jedes aktive Mitglied der Feuerwehr Herxheim ist mit solch einem DME ausgerüstet. Es kann durch verschiedene RICs, umgangssprachlich „Adressen“ genannt, nur ein bestimmter Personenkreis (z.B. das Personal der Feuerwehreinsatzzentrale) oder die gesamte Wehr alarmiert werden. Vom Alarm an sich bekommt die Bevölkerung nichts mit, daher wird diese Art der Alarmierung auch "stille Alarmierung" genannt.

Die DME werden einmal pro Woche auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft; hierbei wird ein Probealarm von der Funkeinsatzzentrale Herxheim Dienstags vor der Übung ausgelöst.

 links der neue DME Swissphone Boss 915V, rechts der bisherige FME Swissphone Quattro

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Funkmeldeempfänger im Wandel der Zeit

All diese Meldeempfänger werden bzw. wurden bei den Feuerwehren der Verbandsgemeinde Herxheim benutzt.

oben v.l.n.r.: AEG Telesignal C (ca. 1983), Swissphone Quattro 86 (ca. 1986), Motorola BMD (ca. 1986)

unten v.l.n.r.: Swissphone Joker (ca. 1990), Swissphone Quattro 96 / XL / XL+ / XLi (ab 1996),

Swissphone BOSS 915 / 935 (ab 2016)